Eine vererbte Taubheit tritt bei vielen Hunde- und Katzenrassen auf, v.a. bei Tieren mit weißer Pigmentierung und blauen Augen. Insgesamt sind bei über 80 Hunderassen erbliche Formen von Taubheit bekannt. 

Eine eindeutige Diagnose ist nur mittels Audiometrie möglich und daher bei Verdacht und bei Zuchttieren und Welpen stark betroffener Rassen auch im Sinne des Tierschutzes geboten.

Mit Hilfe der Audiometrie kann man eine erblich bedingte Taubheit bereits ab einem Alter von 6 - 7 Wochen nachweisen.

Für den Test ist es notwendig, dass das zu untersuchende Tier sediert wird. Der Test dauert nur wenige Minuten, dann kann der Patient wieder erwachen.

Die Hirnstamm-Audiometrie (brainstem auditory evoked potentials, (B)AEP, ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Funktionsprüfung des Gehörs durch das Prinzip einer Stimulation des Innenohrs mittels Klick-Tönen in definierter Lautstärke, die über Ohrstöpsel abgegeben werden. 

Die so ausgelösten akustisch evozierten Nervenpotentiale (AEP) werden vom gesunden Ohr umgewandelt und an das Hörzentrum geleitet. Die Hirnströme können über Hautelektroden in der Kopfoberfläche abgeleitet werden. 

Aus den abgeleiteten, gefilterterten Potentialen wird dann das Audiogramm (Hörkurve) erstellt, aus dessen Kurvenverlauf sich zeigt, ob ein Tier einseitig oder beidseitig hörend bzw. nicht hörend ist.

  

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